Mit 2‘500 gültigen von insgesamt mehr als 2‘800 gesammelten Unterschriften hat das Komitee der Bieler Initiative „für eine gesunde Ernährung“ sein Begehren heute eingereicht. Die Unterschriften wurden in nur vier Monaten gesammelt. Die Initiative verlangt, dass Tagesschulen, Kindertagesstätten und städtischen Betagtenheime gesunde und ausgewogene Mahlzeiten mit frischen Produkten aus der Region anbieten. Damit leistet die Stadt einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und stärkt die Landwirtschaft in der Region.
Rund die Hälfte der Mahlzeiten, die in den Bieler Tagesschulen auf den Tisch kommt, wird zwei Mal pro Woche kalt und in Plastik verpackt aus dem Baselbiet in Lastwagen antransportiert. Bevor sie den Kindern serviert werden, kommen sie zum Aufwärmen in den Steamer. In den letzten Jahren hat der Anteil dieser sogenannten „kalten Linie“ laufend zugenommen.
Anders ist die Situation in den Kindertagesstätten und den städtischen Betagtenheimen. Hierwerden die Mahlzeiten überall noch vor Ort mit frischen Lebensmitteln zubereitet. Die Initiative will gewährleisten, dass dies weiterhin so bleibt. Die Kinder in den Kitas essen wie zu Hause und einige können bei der Zubereitung der Mahlzeiten zuschauen. Dies zu ändern, und die „kalten Linie“ einzuführen wäre schädlich, vor allem für die Gesundheitserziehung.
Für gesundes Essen aus der Region
Konkret fordert die Initiative, dass die Stadt Biel für eine gesunde Ernährung in den Kindertagesstätten, Tagesschulen und städtischen Betagtenheimen sorgt: die Mahlzeiten sollen täglich mit frischen Zutaten zubereitet werden und die Lebensmittel sollen wenn immer möglich aus regionaler Produktion und aus biologischem Landbau stammen. Von den Esstischen verbannt werden sollen dagegen industriell zubereitete Mahlzeiten nach dem Verfahren der „kalten Linie“.
Dass dies auch die Bielerinnen und Bieler wünschen, zeigt der grosse Erfolg der Unterschriftensammlung. Von den seit vergangenem 19. August exakt 2‘819 gesammelten Unterschriften wurden 2‘481 gültig beglaubigt. Für das Zustandekommen eine Volksinitiative auf städtischer Ebene braucht es in Biel knapp 2‘100 gültige Unterschriften, die innerhalb von sechs Monaten eingereicht werden müssen.
Hintergrundinformationen zur Bieler Initiative „für eine gesunde Ernährung“
Die Initiative wird getragen von sieben Bieler Parteien und Organisationen. Es sind dies die Grünen, welche die Initiative angestossen haben. Weiter sind im Initiativkomitee vertreten die Bürgerbewegung Passerelle, der Elternrat, der Seniorenrat, der Verein für regionale Vertragslandwirtschaft TerreVision, Vision 2035 sowie der Gemeinschaftsgarten Arbre à palabres.
Auskunft:
Claire Magnin, Grüne Biel, 076 562 79 75
Roland Gurtner, Passerelle, 078 819 25 74
André Burri, Gesamtelternrat, 079 543 70 76
Françoise Verrey Bass, Seniorenrat, 032 323 45 20
Mathias Stalder, TerreVision / Vision 2035, 076 409 72 06
Communiqué als pdf