Zwei unserer neuen Vorstösse beschäftigen sich mit der Klimaerwärmung und ihren Auswirkungen in der Stadt: In einem überparteilichen Vorstoss werden verschiedene Massnahmen gefordert, mit denen Tagesschulen, Schulen, Kindertagesstätten und Altersheime besser auf Hitzesommer vorbereitet sind. Ein zweiter Vorstoss fordert die Erhaltung von Grünflächen als solche, damit die Teile der Bevölkerung, die ihren Sommer in Biel verbringen, einen öffentlichen Raum mit entsprechender Aufenthaltsqualität zur Verfügung haben.

Eine weitere Interpellation und ein Postulat beschäftigen sich mit den Auswirkungen von IT-Projekten. Die Stadt soll in Zukunft genau hinschauen: Erreichen wir die Ziele überhaupt, die wir uns mit Digitalisierungsprojekten gesteckt haben? Wie beeinflussen neue IT-Produkte die Qualität des Service Public?

Mit einem überparteilichen Postulat fordert unsere Fraktion, den Karl-Neuhaus-Platz in „Clara-Winograd-Pintschuk-Platz“ umzubenennen. An diesem Ort wurde im vergangenen Jahr ein Stolperstein im Gedenken an dieses Bieler Opfer des Nationalsozialismus verlegt, das 1943 in einem Ghetto in Polen starb. Indem wir einen Platz unserer Stadt zum Gedenken an Clara Pintschuk benennen und an ihren Lebensweg erinnern, rufen wir uns die Rolle der Schweiz, ihre Flüchtlingspolitik sowie die systemischen Diskriminierungen von Frauen ins Gedächtnis. Wir erinnern damit an unsere Verantwortung als Bürgerinnen und Bürger sowie als Institutionen bei den Entscheidungen, die wir treffen, und den Handlungen, die wir vollziehen.

Ausserdem stellt sich einmal mehr die Frage, wie der Bieler Gemeinderat die Interessen der Stadt Biel auf kantonaler Ebene vertritt. Mit dem neuen Finanz- und Lastenausgleich verliert die Stadt Biel beinahe 3 Mio. Franken, weitere Revisionen sind am Laufen. Solche Beschlüsse könnten verhindert werden, wenn sich Bieler Grossrätinnen und Grossräte in ihren Fraktionen für die Interesse der urbanen Räume im Kanton stark machen würden. Der Gemeinderat muss sich dafür einsetzen.